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Gebäudeleittechnik für den KundenKomfort verkaufen anstatt »LCN«Josef von Stackelberg - Bauherren wollen Funktionen kaufen. Dabei hängt der gewünschte Komfort nicht zuletzt vom Budget ab. Tatsächlich aber gibt es Bussysteme, die sich (fast) jeder Bauherr leisten kann. Insbesondere LCN kommt der herkömmlichen Installation nahe und bietet die Möglichkeit, mit den Anforderungen mitzuwachsen. Viele Installateure scheuen bis heute den Einsatz von Bustechnik. Neben den hohen Kosten für den Bauherrn sehen sie den komplizierten Einsatz. Dabei zeigt der Kunde in vielen Lebenslagen durchaus die Bereitschaft, sich mit Komfort zu umgeben und dafür auch gutes Geld zu bezahlen. Obwohl z.B. eine Kiesschüttung vor dem Haus auch ihren Zweck erfüllte, finden sich in vielen Vorgärten Gehwegplatten. Auch die Ausstattung eines PKW richtet sich nur in den seltensten Fällen nach den rationalen Erfordernissen, sondern folgt dem Wunsch nach Komfort oder sogar »Luxus«. Daher liegt das Ziel weniger darin, dem Bauherrn ein Bussystem in sein Haus einzubauen, sondern ihm ein komfortables Heim anzubieten. Inhalt des VorgesprächesZunächst gilt es herauszufinden, welche Funktionen dem Bauherren wichtig sind. Dabei erfährt der Installateur die persönlichen Neigungen und Wünsche des Bauherren und kann ihm das Gefühl geben, dass er als Lieferant nicht nur Kabel in der Wand vergräbt, sondern sich wirklich um seinen Kunden kümmert. Ein Teil des Gespräches wird sicherlich beinhalten, welchen Anteil seiner Bausumme der Kunde im Gewerk Elektrotechnik investieren will. Hier zeigt der LCN-Bus seine Flexibilität. Er ermöglicht es, den Bus an die Bedürfnisse des Kunden anzupassen, sowohl hinsichtlich der Ausstattung als auch im Preis. Die Kunden lassen sich in drei Gruppen einteilen:
Planen für die ZukunftDie Struktur eines LCN-Bus unterscheidet sich nur unwesentlich von einer herkömmlichen Installation. Auch bei Einsatz eines Bussystems wird Raum für Raum festgelegt, wie viele Brennstellen zu versorgen sind und wo sich die Taster befinden sollen. Dabei stellt sich die Frage, wo die Elektronik unterkommen soll: In der Verteilung oder gleich hinter dem Taster in einer tiefen Dose. Dazu unterstützt LCN zwei Bauformen (Kasten). Wie die Detailplanung aussieht, hängt davon ab, wie viele Mittel für den Bus zur Verfügung stehen. Bei der obigen Einteilung in drei Gruppen ergeben sich unterschiedliche Vorgehensweisen.
Den Ausbau für später vorbereitenWenn im Moment kein Geld für den Bus verfügbar ist, sieht die Planung aus wie bisher. Alle Leitungen bis 4mm2 werden mindestens fünfadrig ausgeführt. Auf keinen Fall sollten untergeordnete Räume nur dreiadrige Versorgung erhalten. Das hätte z.B. in einem Badezimmer zur Folge, dass es auch später keine automatische Fußbodenheizung und keine zentral überwachte Einzelraumregelung mehr gibt. Standardinstallation viele Räume an einem LCN-ModulWenn es darum geht, den Installationsbus vollständig, aber kostenoptimiert zu planen, wird man einige LCN-Module dezentral in der Unterverteilung installieren (Bild 1). Das Standard-Hutschienenmodul LCN-SH hat zwei dimmfähige Ausgänge, die eine professionelle Lichtsteuerung ermöglichen. Mehrere Zeitgeber steuern Überblendzeiten. Hundert Szenenspeicher pro Ausgang sind für den Privatbau schon ein großer Luxus.
Zusätzlich verfügt das SH-Modul über drei Steckverbinder (Bild 2). An den ersten kann man über Tastenumsetzer acht handelsübliche 230-V-Taster anschließen. Der zweite Anschluss fragt einen kleinen Infrarotempfänger ab, so dass alle Funktionen auch drahtlos steuerbar sind.
Der dritte Anschluss schließlich steuert acht Relais mit je 16A Schaltkapazität (Bild 3). Gleichzeitig unterstützt er den Achtfach-Binärsensor LCN-B8L, welcher weitere acht Kontakte abfragen kann.
Ein bisschen Luxus auch für den normalen KundenDie dritte Variante entsteht, wenn Module dezentral in die Räume eingebaut werden. Das spart Leitungen, erfordert jedoch meist mehr Busmodule. Diese können jetzt aber weitere Aufgaben übernehmen, z.B. Temperaturregelung, Lichtregie mit noch mehr Kreisen usw. Sogar im Badezimmer gibt es ein großes Potenzial für einen intelligenten Bus. Zwei UP-Module dimmen hier zwei Lichtkreise, regeln die Heizung stetig und steuern den Lüfter auch in Teillast. Eines der Module ist mit einem Schaltkontakt ausgestattet, der die Fußbodenheizung aktiviert (Bild 4). Taster an der Wand können bei einer hochwertigen Installation entfallen. Bewegungsmelder steuern das Licht automatisch. Die Temperaturregelung im Bad via Bus wertet nicht nur die zentrale Zeitschaltuhr aus, um morgens die Temperatur auf Wohlfühl-Niveau zu heben. Ihr stehen die Informationen aller Bewegungsmelder im Haus zur Verfügung, um das Bad im richtigen Moment zu temperieren und zwischendurch Energie zu sparen.
Im Beispiel (Bild 4) sind die Sensoren für das Bad alle auf ein Modul geschaltet. Dies zeigt, wie viele Funktionen jedes LCN-Modul erfüllen kann dabei schöpft diese Anwendung die Kapazität noch nicht aus. Die Sensoren können an alle Module im Haus beliebig verteilt sein. Die Zuordnung wird später per PC frei gestaltet. Die globalen FunktionenLCN bietet systembedingt sehr viele Funktionen in jedem Modul, mit denen Kunden einen großen Zusatznutzen erzielen können. Interessante Abrundungen des Buskonzeptes bilden ein Bedientableau in der Küche und im Schlafzimmer, das den Bewohnern Informationen der Alarmanlage anzeigt und so das Sicherheitsgefühl stärkt. Weiterhin gibt es globale Begrenzung der Helligkeiten in der Nacht, Temperaturvergleich und automatische Nachtauskühlung im Sommer usw. Nutzen für alle BeteiligtenDer Bauherr freut sich über Komfort in jedem Raum. Alle Leuchten lassen sich dimmen und bieten ihm auf Knopfdruck die Lichtszene, die er sich wünscht. Die LCN-Fernsteuerung erhöht den Komfort zusätzlich. Der Weg zum Schalter entfällt. Der Kunde kann sein Gebäude zentral überwachen und mit einem Knopfdruck komplexe Betriebssituationen auslösen, z.B. Tagbetrieb, Besuch, Nachtbetrieb. Dabei beeinflusst er auch die Heizung. Sie spart jetzt Energie, sogar bei höherem Komfort. Weitere individuelle Wünsche sind leicht zu realisieren. Und der Installateur freut sich über die geringe Einarbeitungszeit und die kleinen Einstiegskosten in die Bustechnik. Er verdient mehr mit seiner jetzt hochwertigeren Arbeit. Und im Sinne einer kontinuierlichen Geschäftsentwicklung besonders wichtig: Er baut eine Kundenbeziehung auf, die nicht mit der Fertigstellung endet. Denn die Lebenssituation eines jeden Menschen ändert sich im Laufe weniger Jahre. Mit LCN kann dann nicht nur leicht »uminstalliert« werden, ohne eine Leitung neu zu verlegen (Bild 5). Auch für spätere Erweiterungen ist das Gebäude perfekt gerüstet aufgrund der Verwendung von Standard-Kabeln.
Wenn der Installateur mindestens einmal im Jahr seine Bus-Anwender anruft und nach deren Zufriedenheit fragt, schafft er sich mit dem LCN-Bus treue Kunden und macht sein Geschäft krisenfest. FazitBeim Vergleich der heute am Markt befindlichen Bus- und GLT-Systeme erkennt man schnell, dass LCN in Anschaffung und Installation auffallend günstig ist. Wenn dann noch wie oben beschrieben die Energiesparmaßnahmen einfließen, haben sich die Mehrkosten gegenüber einer konventionellen Installation innerhalb weniger Jahre amortisiert. Die Planung von Objekten mit LCN ist einfach; Einbau und Wartung sind vergleichsweise preiswert. Dies liegt and den multifunktionalen LCN-Modulen, welche mit wenig verschiedenen Baugruppen sehr viele und hochwertige Funktionen ermöglichen. Da die Installation mit herkömmlichen Schalterblenden und NYM-Kabeln auskommt, kann selbst der Buseinsteiger unter den Installateuren eine Businstallation realisieren. Josef von Stackelberg, Red. »de«, nach Unterlagen von Issendorff, Sarstedt |
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