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Praxisprobleme Praxisproblem-Datenbank

Funktionalität einer Brandmeldeanlage

EN 54-2, VdS 2489

Fragestellung

Bei uns am Betriebsgelände sind einige Brandmeldeanlagen neu montiert worden. Die Anlagen sind untereinander im so genannten Filenetring (Fa. Tyco) verbunden. Innerhalb einer Anlage sind die einzelnen Melder in einem Ring (Loop) verschaltet. Bei der Auftragsvergabe wurde uns zugesichert, dass bei einer Störung innerhalb des Rings (Loop) die Störstelle automatisch aus dem Ring herausgeschaltet wird und die Anlage anschließend mit dem Rest der Melder – dann mit zwei Stichleitungen – voll funktionsfähig weiter arbeitet.

Folgende Situation entstand in unserem Betrieb: Bei Umbauarbeiten trat in einem Verteiler Wasser ein, die Brandmeldeanlage meldete Störung, im Abstand von ca. drei Minuten, an die Leitstelle, aber was gravierender war, alle Melder innerhalb des Rings waren außer Betrieb, d.h. sie erkannten keine Alarme mehr.

Nachdem wir bei der Installationsfirma nachfragten, wurde uns mitgeteilt, dass solche Fehler nicht erkannt werden können, sondern nur volle Kurzschlüsse zwischen den beiden Adern des Rings oder jeweils einer Ader zur Erde. Da jedoch Wasser keinen vollen Kurzschluss bildet, kann dieser innerhalb des Rings auch nicht lokalisiert werden.

Nach dieser Aussage bauten wir einen Testaufbau auf, an dem wir einen Ring mit vier Handdruckmeldern anschlossen:

Nun meine Frage:

Ist dieses Verhalten der Brandmeldeanlage vorschriftenkonform?

Wenn nein, welche Vorschriften gelten dann hier?

E. S., Bayern

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